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Forschungsprojekt zu Jurisdiktionskonflikte bei grenzüberschreitender Organisierter Kriminalität - Ein Rechtsvergleich zum Internationalen Strafrecht Drucken E-Mail

Wenn mehrere Staaten nach Maßgabe ihres nationalen Strafanwendungsrechts hinsichtlich derselben Tat eines Täters die Strafgewalt für sich beanspruchen, entstehen Jurisdiktions- bzw. Strafgewaltkonflikte. Sie bergen ein zwischenstaatliches Konfl iktpotential, das es nicht nur in einem »Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts« zu vermeiden gilt. Zwei Modelle zur Lösung von Jurisdiktionskonflikten bietet dieser Band.

 

Zur Datenbank "Synoptischer Vergleich nationaler Strafanwendungsrechte/Jurisdiktionsrechte" gelangen Sie hier (http://www.zeis.eak-ok.de).

 

Projektband:

Sinn, Arndt (Hrsg.)

Jurisdiktionskonflikte bei grenzüberschreitender Kriminalität -

Conflicts of jurisdiction in cross-border crime situations

Ein Rechtsvergleich zum Internationalen Strafrecht -
A comparative law study on international criminal law

 

2012. ca. 600 Seiten, gebunden
ca. € 70,90 D / € 72,90 A / SFr 94,90
ISBN 978-3-89971-974-1
Erscheint im Mai 2012

 

 

 

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Wenn in der Strafrechtswissenschaft von »Vorverlagerung der Strafbarkeit« die Rede ist, dann meist in einem systemkritischen Zusammenhang. Das Strafrecht scheint von Vorverlagerungstendenzen durchdrungen zu sein und der Tatbegriff nur noch als eine leere Hülse im System zu fungieren. Die Möglichkeiten des Gesetzgebers, aus kriminalpolitischen Erwägungen »Taten vor Taten« zu beschreiben, um »Gefährdungen vor Verletzungen« in einem möglichst frühen Stadium begegnen zu können, scheinen grenzenlos zu sein. Das deutsche und das ungarische Strafrechtssystem legen jeweils den Begriff »Tat« als Fixpunkt für das Strafrecht fest. Es herrschen aber unterschiedliche Versuchsbegriffe. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den beiden Strafrechten sowie die übereinstimmenden Beobachtungen einer Vorverlagerung der Strafbarkeit in beiden Ländern haben zu einer gemeinsamen rechtsvergleichenden Forschung geführt. Die hier versammelten Beiträge sind das Ergebnis dieses zweijährigen Forschungsprojekts.

Beschreibung des Forschungsprojektes:

Die grenzüberschreitende Strafverfolgung gehört insbesondere in Fällen von organisierter Kriminalität und Terrorismus zu den Topthemen auf der Agenda der Europäischen Union. Wie die „Globalisierung der Strafverfolgung“ in effektiver, aber auch koordinierter und rechtsstaatlicher Weise rechtlich abzusichern ist, bedarf umfangreicher Forschungsarbeiten. Deshalb wurde zwei Jahre am Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) unter der Leitung von Prof. Dr. Arndt Sinn ein Regelungsmechanismus erarbeitet, der Vorbild für eine europäische Initiative sein soll.

Herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 17 Ländern und 4 Kontinenten sowie Experten aus Justiz und Polizei haben eine rechtsvergleichende Studie zu „Jurisdiktionskonflikten bei grenzüberschreitender Kriminalität“ erarbeitet. Unter ihnen Frau Denisa Fikarová, die das Dossier für die CZ-Präsidentschaft zum Rahmenbeschluss der Europäischen Union zu Kompetenzkonflikten verhandelt hat sowie Dr. Hans-Holger Herrnfeld, Mitglied bei Eurojust.

Die Supervision der erarbeiteten Regelungsmodelle wurde von Prof. Dr. Dr. hc. mult. Albin Eser, dem emeritierten Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg/Br, geleistet.

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekttagungen (einfach anklicken):

Neue Rezension in russischer Sprache zum Projekt Jurisdiktionskonflikte in Russland erschienen:

     

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