Home Aktuelles

Aktuelles vom BVerfG

Aktuelle Pressemitteilungen des Bundesverfassungsgerichts
  • 23. November 2017 | Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Ordnungsgeldbeschluss
    Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts eine Verfassungsbeschwerde gegen die Verhängung eines Ordnungsgeldes durch das Amtsgericht Mannheim nicht zur Entscheidung angenommen. Das Ordnungsgeld wurde festgesetzt, nachdem der Beschwerdeführer sich beharrlich geweigert hatte, sich zur Urteilsverkündung des Amtsgerichts zu erheben, und zudem zum wiederholten Male ohne ausreichende Entschuldigung deutlich verspätet zur Hauptverhandlung erschienen war. Sein Verhalten begründete er damit, dass er sich aus religiösen Gründen nur für Allah erheben dürfe. Die Verfassungsbeschwerde war offensichtlich unzulässig, weil der Beschwerdeführer den Begründungsanforderungen nicht genügt und nicht hinreichend dargetan hat, dass die Festsetzung des Ordnungsgeldes in nicht gerechtfertigter Weise in sein Grundrecht auf Glaubensfreiheit eingegriffen hat.
  • 22. November 2017 | Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde eines Auszuliefernden wegen unzureichender gerichtlicher Aufklärung der Gefahr einer politischen Verfolgung im Zielstaat
    Gerichte verletzen in Auslieferungssachen das in Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG enthaltene Grundrecht auf effektiven richterlichen Rechtsschutz, wenn sie bei entsprechenden Anhaltspunkten nicht hinreichend aufklären und eigenständig prüfen, ob im Falle der Auslieferung politische Verfolgung droht. Wenn ein Asylantrag des Betroffenen eines Auslieferungsverfahrens zuvor in einem vorrangig zuständigen Staat abgelehnt wurde, muss das über die Auslieferung befindende Gericht bei Hinweisen auf eine solche Verfolgung regelmäßig ernsthaft versuchen, die Verfahrensakten aus dem Asylverfahren beizuziehen und, sollte dies scheitern, den Sachverhalt anderweitig aufklären, im Regelfall durch die persönliche Anhörung des Betroffenen. Dies hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts mit heute veröffentlichtem Beschluss entschieden.
  • 21. November 2017 | Kommunalverfassungsbeschwerde gegen die Verlagerung der Verpflichtung zur Erfüllung des Anspruchs auf Kinderbetreuung im Wesentlichen erfolglos
    Es verstößt nicht gegen Art. 28 Abs. 2 GG, dass der sachsen-anhaltinische Gesetzgeber im Jahre 2013 Landkreise und kreisfreie Städte statt der zuvor zuständigen Gemeinden zu Verpflichteten des Anspruchs auf Kinderbetreuung bestimmt hat. Dies hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes mit heute verkündetem Urteil entschieden. Ein mit der Änderung möglicherweise verbundener Eingriff in die kommunale Selbstverwaltungsgarantie ist jedenfalls gerechtfertigt, weil die gesetzliche Neuregelung von sachlichen Erwägungen getragen und die mit ihr einhergehende Beschneidung des gemeindlichen Aufgabenbestandes gering ist. Bei verfassungskonformer Auslegung der angegriffenen Regelung verbleiben den Gemeinden umfangreiche Zuständigkeiten im Bereich der Kinderbetreuung. Soweit das Schutzniveau der kommunalen Selbstveraltungsgarantie nach dem Landesverfassungsrecht hinter den Gewährleistungen des Grundgesetzes zurückbleibt, gilt die Subsidiarität der kommunalen Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht nicht für das Land Sachsen-Anhalt.

Aktuelles vom EuGH


Drucken E-Mail

Eröffnung des ZEIS

 

Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück lädt ein zur

Eröffnung des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien ZEIS.

 

Sie findet am Montag, den 07. Dezember 2009 um 17 Uhr s.t. im

European Legal Studies Institute (ELSI)

Hörsaal 44/E03

Süsterstraße 28

49069 Osnabrück statt.

 

 

Programm:

 

Musik


Begrüßung

Professor Dr. Oliver Dörr, LL.M. (Lond.)

Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften

 

Grußwort

Professorin Dr. May-Britt Kallenrode

Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung

 

Vorstellung

Professor Dr. Arndt Sinn

Direktor des ZEIS

 

Musik

 

Festvortrag

"Transnationale Kriminalität - Herausforderungen für die nationale und internationale Strafgerichtsbarkeit"

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser, M.C.J

Direktor em. am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht

 

Musik

 

Festlicher Empfang und Buffet im Foyer

 

Musikalische Umrahmung durch die Universitätsmusik
 
Inhalte & Programmierung: Professor Dr. Arndt Sinn, Template: designed by SiteGround web hosting; SiteGround web hosting Joomla Templates